Abramsson
 
biographie

 
   
 
 

Lasar

Moissejewitsch (Mejerowitsch)

Abramsson

 
 

   
 

1884

In Kaunas (Litauen) geboren.

1910-1914

Ingenieurstudium am Münchner Polytechnischen Institut.

1914-1918

Arbeit in München am Hydraulischen Institut und im Gaswerk.

1918

Rückkehr nach Russland.

1918-1922

Im Ministerium für Handel und Industrie in Kaunas tätig.

1922-1926

Als Ingenieur im Betrieb "Njamunas" in Kaunas tätig.

1919-1926

Leiter der jüdischen proletarischen Organisation "Kulturliga", die ab 1920 die politischen Ansichten der III. Internationale vertritt. Hält Reden, Vorträge und veröffentlicht Artikel, die die Position des ZK der litauischen KP vertreten.

Anfang 1927

Nach dem politischen Umsturz in Litauen ist Abramsson von Haft und Todesstrafe bedroht. Mit Hilfe der litauischen KP gelingt ihm die Flucht nach Deutschland.

1927-1930

Annahme der sowjetischen Staatsbürgerschaft und Arbeit in der Handelsvertretung der UdSSR.

1930-1936

Abberufung nach Moskau, dort in den Importabteilungen des Volkskommissariats für Außenhandel tätig.

1936-1938

Am Zentralinstitut für technische und Wirtschaftsinformation des Obersten Sowjets für Volkswirtschaft (WSNCh) tätig.

1939-1948

An der Handelskammer der Sowjetunion tätig.

1948-1950

In der Mokauer Vereinigung für Forschung und Wirtschaft verantwortlich für sämtliche Informationen aus den Bereichen Wissenschaft, Technik und Ingenieurswesen.

13.12.1950

Nächtliche Verhaftung mit Wohnungsdurchsuchung.

Bis September 1951

Untersuchungshaft im Moskauer Suchanowka-Gefängnis. Trotz Folter bekennt sich Ambramsson nicht des Vaterlandsverrates (Art. 58-1a) schuldig.

01.09.1951

Verurteilung durch einen Sonderausschuss des MGB nach Art. 58-10, Satz 1 zu acht Jahren Lagerhaft im ITL (Besserungsarbeitslager).

1951-1954

Haftverbüßung in einem Lager in Kasachstan: Feldarbeit und Arbeit als Bibliothekar in der Abteilung für Kultur und Erziehung.

19.07.1954

Vorzeitige Entlassung aus der Haft aus Altersgründen.

14.01.1956

Rehabilitierung.

1956-1962

Arbeit als Übersetzer in der sowjetischen Handelskammer.

Juli 1962

In Moskau gestorben.

Lagerhaft in

KARAGANDA-ITL

     
 

Fotos, Illustrationen und Dokumente

Abramson, L.: Durchsuchungsprotokoll S. 1Abramson, L.: Durchsuchungsprotokoll S. 3Abramson, L.: Durchsuchungsprotokoll S. 6  

Abramson, L.: Durchsuchungsprotokoll S. 1

Abramson, L.: Durchsuchungsprotokoll S. 3

Abramson, L.: Durchsuchungsprotokoll S. 6